Drachenfutter by Robert Asprin

Drachenfutter by Robert Asprin

Author:Robert Asprin [Asprin, Robert]
Language: deu
Format: epub
Publisher: Unbekannt
Published: 2013-05-28T16:00:00+00:00


15

»Darüber werde ich mir morgen Gedanken machen.«

S. O'HARA

»Hm ... warten die Söldner draußen?« fragte ich schließlich.

»Du hast die Frage nicht beantwortet, Kerlchen«, bemerkte Aahz und sah mich erneut mißtrauisch an.

»Verrenk dir nicht den Hals nach den Söldnern, Süßer«, riet mir Tanda. »Es sind keine da. Sieht ganz so aus, als sei unser großer Feilscher auf Ebenbürtige gestoßen.«

»Diese Gauner!« explodierte Aahz. »Hast du eine Vorstellung, was es uns gekostet hätte, ihre Kneipenrechnung als Teil unsrer Vereinbarung zu bezahlen? Wenn das ein gemeinnütziger Verein ist, möchte ich bei denen mal eine Buchprüfung machen.«

Meine Hoffnung auf Rettung sank wie ein Stein im Wasser.

»Du hast sie nicht angeheuert?« fragte ich ihn.

»Nein, habe ich nicht«, erklärte Aahz finster. »Und das wirft uns zurück auf den Nullpunkt. Nun müssen wir eine ganze Streitmacht auf einmal anwerben.«

»Hast du denn versucht ...«, begann ich.

»Hör zu, Kerlchen«, unterbrach mich Aahz mit einem Schnauben. »Ich tat mein Bestes und habe nichts erreicht. Ich möchte mal sehen, ob du es besser machst.«

»Das hat er schon!« verkündete Brockhurst und erhob sich von seinem Platz. »Während du deine Zeit vergeudet hast, hat Skeeve hier selbst ein Kampfteam angeheuert.«

»Er hat was?« brüllte Aahz und drehte sich zu seinem Kritiker um. »Brockhurst! Was machst du denn hier?«

»Erwarte die Befehle für unseren bevorstehenden Feldzug«, entgegnete der Imp leichthin.

»Welchen Feldzug?« fragte Aahz drohend.

»Den auf Klah natürlich«, blinzelte Brockhurst. »Hast du's ihm noch nicht erzählt, Boß?«

»Boß?« grölte Aahz. »Boß?«

»Kein Grund zum Brüllen«, brummelte Ajax und wandte sich nun der Gesellschaft zu. »Wir hören dich sehr gut!«

»Ajax!« rief Tanda begeistert.

»Tanda!« kreischte der alte Mann seinerseits.

Mit einem Satz stand sie bei ihm, doch er schob schnell seinen Bogen zwischen sich und sie.

»Immer mit der Ruhe, Mädel«, lachte er. »Nur keine von deinen athletischen Begrüßungen. Ich bin nicht mehr so jung wie früher, weißt du!«

»Du alter Gauner!« neckte sie ihn. »Du wirst uns noch alle überleben.«

Ajax zuckte theatralisch mit den Schultern.

»Das hängt davon ab, ein wie guter General das Bürschchen da ist«, meinte er.

»Kerlchen«, knurrte Aahz zwischen zusammengepreßten Zähnen hervor. »Ich muß mal mit dir reden. Auf der Stelle!«

»Die Trompete kenne ich doch«, verkündete Gus, der gerade aus dem Hinterzimmer trat.

»Gus!« entfuhr es Aahz.

»In Stein und Bein!« bestätigte der Wasserspeier. »Bist du auch auf dieser Expedition dabei? Der Boß hat kein Wort davon erzählt, daß er mit Perfektern arbeitet.«

Anstatt zu antworten sank Aahz schwer auf einen Stuhl und schlug die Hände vors Gesicht.

»Tanda«, stöhnte er. »Erzähl mir doch noch mal, wie dieses Bürschchen sich aus allen Schwierigkeiten raushalten kann.«

»Hm ... Aahz«, begann ich vorsichtig. »Könnte ich dich mal einen Augenblick sprechen ... unter vier Augen?«

»Na, ich denke, das ist eine großartige Idee, ... Boß!« sagte er.

Das Lächeln, das er mir schenkte, war nicht allzu freundlich.

»Kind!« stöhnte Aahz, nachdem ich meine Erzählung beendet hatte. »Wie oft muß ich dir das noch sagen? Du bist hier auf dem Bazar von Tauf! Hier mußt du vorsichtig sein, was du sagst und wem, insbesondere, wenn dabei Geld im Spiel ist.«

»Aber ich habe ihnen doch erklärt, daß nichts definitiv ist, bis wir wissen, ob du jemand anders angeheuert hast«, protestierte ich.



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